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QUO VADIS?

Old school Punk aus Hamm

Deutschland braucht Deutschpunk. Mehr denn je. Mario „Gaffa“ weiß das ganz genau, weil er schon sehr lange Punkmusik macht. Julius, den Mitgründer von QUO VADIS? hat der Mario übrigens „Beim Bäcker“ kennengelernt. Woher sie kommen und wohin sie gehen – das erfahren wir sogleich.

Arbeitstitel: quo vadis?

Manchmal fängt etwas zwar ganz langsam an, aber dann … muss es flott gehn. Deswegen trägt diese Band ihren Namen erstmal quasi unter Vorbehalt. Und das kam so. Mario hatte im Herbst 2024 Bock auf eine neue Band. Auf Backstage Pro, dem „Tinder“ für die Musikbranche 😉 , entdeckte er Julius. Schon beim ersten Treffen hatte Julius einige Demos dabei, die Mario alle (!) toll fand. Um weitere Leute zu finden, wollten sie gemeinsame Aufnahmen machen, aber schwupp kam Jens dazu – inklusive einem freien Proberaum. Nicht ganz so glatt lief es mit dem zweiten Gitarristen, bis der Drummer von SHOINEX (Punk-Band, Hamm) nen Tipp gab. Seit Oktober 2025 ist Bastian dabei.

Der Bandname ist quasi aus der Not geboren. Lilo: Erzähl, was war denn los? 😉 Mario: Ein alter Bekannter schrieb mich an und fragte ob wir nicht mit den EMILS spielen wollten. Die Gelegenheit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also haben wir uns nach dem ersten Song, den wir je gemacht haben benannt. So ganz glücklich sind wir damit nicht. Ich denke wir werden den noch ändern.

„Uns verbindet derselbe bekloppte Humor“

GESANG – Mario. Fungiert auch als Propaganda-Minister. Er war lange bei RISIKOFAKTOR. Sie haben es auf 2 Vinyl EPs gebracht , waren auf einigen Samplern vertreten. In den 90ern waren sie recht aktiv, haben mit WIZO, UK SUBS, IDIOTS, RIM SHOUT, HASS gespielt.

BASS – Julius. Er hat die guten musikalischen Ideen, ist sehr produktiv, macht ein Demo nach dem anderen. Julius war während des Studiums im Augsburg bei FLUCHTVERSUCH, hat viele Gigs gemacht und ein Album mit denen veröffentlicht.

DRUMS – Jens. Die gute Seele der Band. Zusammen mit Julius kümmert er sich um die Arrangements. Jens kommt aus Aachen und kennt die ganzen Leute rund ums AZ Aachen.

GITARRE – Bastian.  Er ist immer vorn mit dabei wenn es darum geht, den ganzen Kram zu promoten. Bastian war anfangs bei SHOINEX dabei und ist Gründungsmitglied einer Band namens HEROES OF ROCK.

Lilo: Wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben? Mario: Sagen wir mal so: Wir mögen es gern mit ordentlich Tempo. Ein gewisser Stil wird sich mit der Zeit herausschälen schätz ich. Die Einflüsse und Vorlieben sind vielfältig. Ich selbst mag gern 77er Punk, guten deutschsprachigen Punk wie RAZZIA, NEUROTIC ARSEHOLES zum Beispiel. PASCOW finden wir alle gut, Jens mag ALARMSIGNAL gern. Es geht schon in so eine Deutschpunk-Richtung, relativ Oldschool find ich. Mal ernst, mal albern.

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Was meine Texte zumindest betrifft – da bin ich, glaube ich, häufig auf einer persönlichen Ebene unterwegs wenn ich sie allein schreibe. Ich neige zur Melancholie und grübel ziemlich viel, wenn ich allein bin. Ich wunder mich oft, wie bescheuert es in der Welt und unter den Menschen so zugeht. Wir haben neben den nachdenklichen Themen aber auch alberne, satirische Texte drauf.

In der Regel kommt Julius mit nem Demo an und wir hören uns das an und wenn es allen gefällt machen wir einen Song draus. Bastian hat auch schon Texte geschrieben.

„Smartphonezombie“ ist so ein Song. Die lustige Melodie die Julius da rausgehauen hat, erinnert an frühe ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN und auch der Text von mir ist davon inspiriert.

Lilo: Welcher Eurer bisherigen Songs bedeutet Dir am meisten? Mario: Ich würde sagen, der Song „Quo Vadis“ weil das der erste Song war, den Jens, Julius und ich gemacht haben. Und das war der erste Text den ich nach zig Jahren geschrieben habe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist der mir recht gut gelungen; da bin ich schon stolz drauf.

3 Schritte vor und zwei zurück
stolperst durch dein Leben suchst dein Glück
was vor dir liegt das weißt du nicht
du weißt nur: es gibt kein Zurück

(Songtextauszug)

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Lilo: Gibt es dieses „eine“ Konzi, von dem ihr Euren Urenkelinnen noch erzählen werdet? Mario: Das erste Konzert von WIZO in Soest war so´n Ding. Die Band samt Mercher Fratz (Hulk Räckorz) und ein paar meiner Freunde pennten bei mir. In meiner ersten eigenen Wohnung – auf knapp 50 Quadratmeter. Seitdem gehen die Jungs in Hotels. 🙂 Im Jahr 1995 haben wir mit RISIKOFAKTOR Support für die U.K. SUBS gemacht. Der damalige Tourmanager war eine unmögliche Person! Der hat uns geschnitten wo es nur ging. Charlie Harper selbst war immer nett und cool. Aber denkwürdig war es. U.K. SUBS vor 400 Leuten in meiner Stadt! Das war einer unserer größten Gigs.

Lilo: Lass uns nach vorn schauen. Was steht 2026 an, Festivals, Tour, Konzis? Mario: Können wir noch gar nicht sagen. Wir sind schneller wahrgenommen worden als wir dachten. Jetzt heißt es erstmal, weiter Songs machen, gucken wo wir spielen können oder wollen. Und dann sehen wir weiter. Julius hat erzählt wir könnten 2027 in Marburg auf nem kleinen Festival spielen. Aber spruchreif ist da noch nichts. Wir werden sehen gell?

Lilo: Wo würdet ihr denn am allerliebsten mal auftreten? Mario: Es gibt so´n paar Läden wo ich gern mal wieder spielen würde. Und – ich war noch nie im SO36. Das wäre ein Ziel, wegen der Historie. Oder im Gleis 22 in Münster. Ach, es gibt so viele coole Läden. Ich bin z.B. sehr gern im Don´t Panic in Essen oder im AZ in Wermelskirchen.

Lilo: Na dann lass uns mal abwarten, wie es so läuft. Wir sind gespannt auf die erste Single, die im Herbst kommen soll – und bleiben in Kontakt!

Kontakt, Merch, Musik

Bandanfragen: direkt an Mario – punkmusic@email.de

Infos: backstagepro.de/punk-band

Marios Blog: computerstaat.wordpress.com

Label / Produzent: DIY

Social Media & Stream

Infos & Fotos: Mario Gaffert, Andreas Friebel

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